Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) hat über den TuS Bothfeld 04 berichtet. Der Artikel wurde von Elena Rauschert verfasst und am 11. Oktober 2026 online veröffentlicht.
Hier geht es zum Originalartikel:
🔗 Die Zukunft unserer Vereine: Der TuS Bothfeld aus Hannover
Vielen Dank an die HAZ und Elena Rauschert für die tolle Berichterstattung und die wertschätzende Präsentation unseres Vereins!
Der TuS Bothfeld: In der Nachbarschaft verwurzelt
Der TuS bewegt die Nachbarschaft in Bothfeld: „Wir wollen ein aktiver Teil des Stadtteils sein“

Engagieren sich im viertgrößten Verein Hannovers: Der TuS-Vorsitzende Frank Rückert (links) und Pressewartin Anja Grau. Für sie ist Sportwart Thomas Riebe der „Vereinsheld“, ohne den „vieles nicht funktionieren würde.“ Er ist seit 25 Jahren im Vorstand des Klubs.
Der TuS Bothfeld ist einer der größten und vielfältigsten Vereine Hannovers. Sein Angebot umfasst zahlreiche Sportarten, abgesehen von Fußball. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf einer Profikarriere, sondern auf dem Engagement in der Nachbarschaft. Wie das funktioniert, zeigt sich etwa in Gesundheitskursen sowie bei besonderen Volley- und Handballmannschaften.
Bothfeld. Wer im Osten Hannovers eine Sportart abseits des Fußballs sucht, landet schnell beim TuS Bothfeld. Die Bandbreite reicht von Basketball über Leichtathletik bis zu Nischenangeboten wie Bogenschießen und Faustball. Mit rund 2400 Mitgliedern ist der TuS einer der größten Vereine der Stadt. Der TuS-Vorsitzende Frank Rückert erklärt, der Klub verstehe sich, als verwurzelt in der Nachbarschaft. „Wir wollen ein aktiver Teil des Stadtteils sein.“

Starke Präsenz im Stadtteil: Der TuS war auf dem Bothfelder Herbstmarkt vertreten. Mit weit über 2000 Mitgliedern ist er der viertgrößte Verein Hannovers.
Er betont, dass sich der TuS Bothfeld auf den Breiten- und nicht auf den Spitzensport konzentriert. Wenn eine Mannschaft ins Profi-Level aufsteigt, ließe sich das finanziell nicht tragen. Die Vereinsarbeit solle daher vielmehr auch in die Gesellschaft ausstrahlen. Dabei sei es entscheidend, sich langfristig sozial einzubringen, betont Pressewartin Anja Grau. „Es ist uns wichtig, die Menschen vor Ort zu erreichen.“

Zeigten Flagge für den TuS Bothfeld: Vorstandsmitglied Andreas Wulf und Jana Riebe, die Tochter von Sportwart Thomas Riebe. Sie präsentierten die neue Vereinsfahne auf dem Herbstmarkt.
Integratives Team: „Handball kennt kein Handicap“
Wie der Verein verschiedene Menschen einbinden will, zeigt sich beispielsweise im Handball. Hier liegt ein Schwerpunkt des TuS, wie Frank Rückert berichtet. „Da haben wir die größte Abteilung in der Region.“ Im Team „Handball kennt kein Handicap“ spielen sowohl beeinträchtigte als auch nicht-beeinträchtigte Kinder und Jugendliche mit. Es ist Teil der „Glücksliga“. Dem deutschen Partner der aus Dänemark stammenden „LykkeLiga“.

„Volleyball for Integration & Empowerment“: Im Januar startete das Volleyballteam mit Spielerinnen aus der Ukraine.
Quelle: Oleksandr Kuskov
Zudem bietet der Verein Kurse wie Herz-Kreislaufsport an. Im Judo trainieren Teilnehmer mit der Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS), um Stürzen vorzubeugen. Und beim Nordic-Walking bewegen sich Parkinson-Patienten gemeinsam. Die Kosten für die Kurse sind unterschiedlich. Für Mitglieder sind sie günstiger oder kostenlos.
Es ist uns wichtig, die Menschen vor Ort zu erreichen.
Anja Grau
Pressewartin des TuS Bothfeld
Zuletzt kamen im Klub verschiedene neue Projekte hinzu. Im vergangenen Jahr startete eine „Funino”-Gruppe. Hier können Kinder im Grundschulalter kicken. Das Training folgt den neuen DFB-Regeln für dieses Alter. Das Ziel dabei ist es, dass die Kinder möglichst viel Ballkontakt haben. „Futsal” richtet sich an die nächste Altersgruppe von Zehn- bis Zwölfjährigen.
Der Andrang ist, wie auch bei vielen der anderen Mannschaften, groß. Etwa 50 Kinder stehen laut dem Vereinsvorsitzenden Rückert für das „Funino” auf der Warteliste. Ansonsten überlässt der TuS Bothfeld den Fußball seinem Nachbarverein, dem OSV.

Wachsen zu einem Team zusammen: Die Volleyballerinnen spielen seit dieser Saison in der Frauen-Kreisliga 2 des Regionsverbandes Hannover.
Quelle: Oleksandr Kuskov
Anfang des Jahres gründete sich außerdem eine Mannschaft mit ukrainischen Volleyballerinnen. Unter dem Motto „Volleyball for Integration & Empowerment“ (VIE) sind dort 20 Spielerinnen gemeldet. Sie treten als „TuS Bothfeld II“ in der Frauen-Kreisliga 2 des Regionsverbandes Hannover an. „VIE beteiligt sich auch am gesellschaftlichen Leben Hannovers“, berichtet Trainerin Alla Movchan. „Während der Ukrainischen Kulturtage am Neuen Rathaus organisierte die Mannschaft Bewegungsangebote für Kinder und Erwachsene. Beim Bothfelder Herbstmarkt nahm sie am Festumzug teil.“ Das Team sei „offen für Frauen mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen.“
Sportplatz bis nächstes Jahr gesperrt
Auf dem TuS-Gelände verändert sich ebenfalls einiges. Durch zwei Treppenlifte ist es nun barrierefreier gestaltet. Beim Einbau haben Freiwillige aus dem Verein teilweise mit Hand angelegt, erzählt Rückert. Der seit August laufende Umbau des Sportplatzes stellt den Klub allerdings vor einige Schwierigkeiten.
Wegen der Bauarbeiten können Mitglieder und Besucher die Hälfte des Parkplatzes vorübergehend nicht nutzen. Auch Trainingsmöglichkeiten für die Sportler fallen damit weg. Parallel bekommt nebenan der OSV einen neuen Kunstrasenplatz. „Es war ursprünglich nicht geplant, dass das gleichzeitig passiert“, schildert der TuS-Vorsitzende. „Wir rechnen damit, dass er zum nächsten Frühjahr fertig ist. Das große Handballturnier im Juni kann dann hoffentlich stattfinden.“

Kein Training während des Umbaus: Der TuS bekommt einen neuen Sportplatz mit Kunststoffbahn. Die Arbeiten sollen noch bis nächstes Frühjahr dauern.
Quelle: Elena Rauschert

Ein vielfältiger Verein: Beim TuS Bothfeld finden sich auch Angebote, die zu den Randsportarten zählen, wie das Kickboxen.
Wer ist die gute Seele des Vereins?
Ohne Thomas Riebe „würde bei uns vieles nicht funktionieren“, unterstreicht Frank Rückert. Seit rund 40 Jahren ist er dem Klub bereits verbunden. Er begann als Jugendwart, inzwischen ist er seit über 15 Jahren Sportwart. Das Engagement liegt in der Familie: Auch sein Vater und seine Kinder bringen sich im TuS Bothfeld ein.
Was fehlt dem Verein?
„Wir wünschen uns mehr Hallenzeiten“, erläutert Pressewartin Anja Grau. „Auch mehr Übungsleiter und Ehrenamtliche, die Verantwortung übernehmen, würden uns helfen.“
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