Saisonabschluss 2025/2026
Wenn man diese Saison der wC2 in drei Worten zusammenfassen müsste, dann wären es wohl: Abwehr, Teamgeist, Haarspray.
Denn schon im November (Artikel im TuS Spiegel) war klar: Diese Mannschaft hat ihren ganz eigenen Stil. Auf dem Feld wird gekämpft, auf der Bank wird angefeuert, im Training wird gelacht – und die Frisuren sitzen dabei mindestens so stabil wie die Defensive.
Als die wC2 in ihre erste gemeinsame Saison startete, war vieles neu: neue Mannschaft, neue Trainer, neue Abläufe. Aus der bunt gemischten Truppe wurde schnell ein echtes Team. Neue Mitspielerinnen wurden herzlich begrüßt und schnell integriert. Jetzt ist die Saison vorbei, die Zahlen liegen auf dem Tisch, und man darf sagen: Diese Mannschaft hat sich wirklich Respekt verdient.
Am Ende steht Platz 7 in der Regionsliga. Klingt zunächst nach Mittelfeld mit leichtem Blick nach unten. Wer nur auf die Tabelle schaut, verpasst die eigentliche Geschichte dieser Mannschaft. Denn die wC2 war kein Team, das sich einfach durch die Spielzeit geschleppt hat. Im Gegenteil: Sie hat gekämpft, gelernt, sich entwickelt – und vor allem eine Abwehr gestellt, an der sich viele in der Liga die Zähne ausgebissen haben.
Nur 348 Gegentore in 16 Spielen bedeuten: zweitbeste Defensive der gesamten Liga! Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Laufarbeit, gegenseitiger Hilfe und einer ordentlichen Portion „Da kommst du jetzt nicht durch!“. Wer gegen Bothfeld treffen wollte, musste sich jeden Ball und jedes Tor hart erarbeiten.
Besonders wohl fühlte sich die wC2 in der heimischen Halle. Fünf Siege gab es vor eigenem Publikum, das entspricht Platz 4 in der Heimtabelle. Unter diesen Spielen waren echte Highlights: das starke 18:15 gegen den späteren Tabellenzweiten JSG GIW Meerhandball II, der klare 25:12-Erfolg gegen Vinnhorst II und natürlich der große Krimi zum Saisonabschluss gegen TuS Empelde.
Dieses letzte Spiel hatte wirklich alles, was ein Handballkrimi braucht. Bothfeld verschlief den Start ein wenig und lag früh mit 0:3 zurück. Auch danach wollte der Ball zunächst nicht so richtig ins gegnerische Tor: Nach fast zehn Minuten stand erst ein eigener Treffer auf der Anzeigetafel. Kurz darauf wurde es beim 3:7 richtig ungemütlich. Genau in diesem Moment zeigte die Mannschaft ihre Stärke und ihren Charakter. Statt die Köpfe hängen zu lassen, wurde weiter verteidigt, weiter gelaufen, weiter angefeuert. Bis zur Halbzeit kämpfte sich das Team auf 9:10 heran – plötzlich war wieder alles offen.
Nach dem Seitenwechsel wurde aus dem Rückstand ein echter Fight auf Augenhöhe. Jeder Angriff zählte, jede Abwehraktion wurde wichtig, jeder Ballgewinn fühlte sich ein bisschen wie ein kleines Tor an. Die Mannschaft blieb ruhig, biss sich in die Partie und drehte das Spiel Stück für Stück. Am Ende stand ein 21:19-Heimsieg auf der Anzeigetafel – ein perfekter Abschluss für eine Saison, die von Höhen und Tiefen geprägt war.
Auswärts blieb die Saison eine Herausforderung. Nur ein Punkt in fremden Hallen zeigt, wo für die Zukunft Luft nach oben ist. Auch das gehört zu einer jungen Mannschaft dazu: lernen, hinfallen, wieder aufstehen und weiterkämpfen.
Im Angriff war nicht immer alles Hochglanz. 294 Tore sind solide, ohne ligaweit spektakulär zu sein. Dafür spricht eine andere Zahl umso schöner für das Team: 18 Spielerinnen haben sich in die Torschützenliste eingetragen. Dabei ragte Marie mit 90 Treffern heraus und gehörte damit zu den besten Werferinnen der Liga. Die eigentliche Stärke lag dennoch im Miteinander: Viele haben ihren Teil beigetragen – mit Toren, Pässen, Abwehrarbeit oder einfach mit der Energie, die eine Mannschaft durch schwierige Phasen trägt.
Unterm Strich bleibt eine Saison, die viel mehr war als Platz 7. Sie war ein Anfang, ein Lernjahr, ein Charaktertest – und am Ende die Geschichte einer Mannschaft, die sich gefunden hat. Gerade deshalb ist es schade, dass dieses Team in der kommenden Saison, aufgrund der neuen Jahrgangseinteilung, nicht mehr so zusammenspielen wird.
Denn die wC2 war nicht nur eine Gruppe von Spielerinnen, die gemeinsam Handball gespielt hat. Sie war ein echtes Team: mit Zusammenhalt, Humor, Einsatz und diesem besonderen Gefühl, dass jede für jede da ist. In der nächsten Saison wird eine veränderte wC2 auf dem Feld stehen – mit neuen Gesichtern, neuen Rollen und sicher auch neuer Energie.
Was bleibt, ist die Erinnerung an eine Mannschaft, die gezeigt hat, wie viel möglich ist, wenn Teamgeist, Abwehrwille und gute Laune zusammenkommen.
Oder anders gesagt: Die Frisuren saßen, die Abwehr stand – und der Teamgeist dieser Mannschaft wird in Erinnerung bleiben.
(Verfasser: Dirk)





